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"Unser Teamgeist war ein entscheidender Vorteil"

14.05.2010 11:12
Von: Florian Schwarz

Eine aufregende Tischtennis-Saison liegt hinter allen Tischtennis-Fans. Den Klassenerhalt in der Bundesliga haben sich die Werderaner mit einer tollen Rückserie erarbeitet. Cristian Tamas und Sascha Greber ziehen ein Saisonfazit.

Cristian, als Trainer kennst Du die Mannschaft ganz genau. Wann warst Du überzeugt, dass ihr die Saison nicht auf einem Abstiegsplatz beendet?

Cristian Tamas: Wir konnten uns ja fast bis zum Ende nicht sicher sein. Wir haben das ganze Jahr an unser Team geglaubt. Letztendlich war der Auswärtssieg beim Tabellenführer in Fulda aber ein Schlüsselmoment, nachdem wir vom Klassenerhalt felsenfest überzeugt waren.

 

 Die DTTL war in dieser Saison ja unglaublich spannend, letztendlich fehlen euch nur zwei Punkte zu den Play-Off Plätzen. Wie erklärt ihr euch diese ausgeglichene Tabelle?

Sascha Greber: Wir haben ja schon vor der Saison festgestellt, dass die Leistungsdichte aller Mannschafen ganz dicht beieinander liegt. Aber es stimmt auch qualitativ, das sieht man an den internationalen Erfolgen deutscher Teams. Insgesamt ist die DTTL eine der besten Ligen der Welt, es ist schön dass wir ein Teil davon sind.

 

 

Mit Adrian Crisan stößt ein erfahrener Spieler zum Team. Was erhofft ihr euch von diesem Transfer?

Cristian Tamas: Ich kenne Adrian schon seit meiner Kindheit in Rumänien. Er ist ein sehr ruhiger, zurückhaltender Spieler, der trotz seiner Erfolge immer ‚auf dem Teppich’ geblieben ist. Nach zehn Jahren in Ochsenhausen sucht er eine Veränderung, Werder war da seit langer Zeit sein Wunschverein.

Sascha Greber: Adrians Wesen passt sehr gut in unser Team und unseren Verein. Ich denke mit dem Wechsel ist für beide Seiten ein großer Traum in Erfüllung gegangen.

 

 Die letzten drei Heimspiele haben schon mal einen Vorgeschmack auf Werders neue Heimspielstätte gegeben. Ist die neue Werder-Halle ein Vorteil im Kampf um Punkte?

Sascha Greber: Zunächst einmal haben wir uns in der Uni-Halle nicht unwohl gefühlt, es war in Bremen die für uns beste Alternative für Bundesliga-Tischtennis. Mit der neuen Halle haben wir aber einen großen Schritt nach vorne gemacht, wir haben uns von der ersten Trainingseinheit an zu Hause gefühlt. Es ist auch für die Spieler ein Zeichen der Wertschätzung, die Halle ist nach ihren Bedürfnissen konzipiert. Mit den beiden Siegen gegen Frickenhausen und Jülich hat man glaube ich schon gesehen, dass die neue Umgebung unsere Mannschaft in ihrer Leistung fördert.

 

Was kann man aus dieser Saison lernen? Wie geht ihr die neue Saison an?

Sascha Greber: Zunächst einmal müssen wir natürlich uns bei allen Beteiligten bedanken. Unsere Fans haben immer hinter uns gestanden und ohne die Unterstützung des Hauptvereins wäre Erstliga-Tischtennis gar nicht möglich. Insbesondere Klaus-Dieter Fischer fördert unsere Sportart mit großem Einsatz. Für mich war diese Saison der ‚Teamspirit’ entscheidend. Wir haben keine Ansammlung von Einzelspielern, sondern eine funktionierende Einheit gehabt. Das hat uns, davon bin ich überzeugt, den Ligaverbleib erhalten.

 

 

Cristian Tamas: Genau, wir hatten wie im jeden Jahr Unterstützung von allen Seiten. Dank des Hotel Munte waren unsere Spieler immer gut ausgeruht, auch unsere anderen Sponsoren sind seit Jahren ein zuverlässiger Partner. Im nächsten Jahr möchten wir endlich mal einen guten Start hinlegen, um nicht gleich wieder auf die Abstiegsränge zu rutschen. Wenn wir uns im gesicherten Mittelfeld etablieren können, dürfen wir vielleicht auch etwas nach oben schielen. Bei dieser ausgeglichenen Liga ist eine genaue Prognose aber wirklich schwer.