Aktuelles

Werders Senioren überzeugten einmal mehr bei den Deutschen Tischtennismeisterschaften 2010 in Berlin

27.05.2010 10:38
Von: Peter Eilers

Horst-Dieter Coorssen Deutscher Meister in der Klasse der Über-60-Jährigen

 

Horst-Dieter Coorssen holte sich in der AK 60 den Titel und wurde seiner Favoritenrolle gerecht, nachdem er bereits 2007 den 2. und 2008 den 3. Platz belegt hatte. Letztes Jahr konnte er verletzungsbedingt nicht an der Meisterschaft teilnehmen. In den Gruppenspielen deutete sich nicht unbedingt an, dass Horst-Dieter Coorssen später als Deutschlands Bester das Turnier beenden würde, hatte er doch eine sehr schwere Auslosung erwischt. Gegen Detlef Modersohn (Hessen) gewann er ebenso wie gegen Rudolf Poludniok (Niedersachsen)mit 3:1 bzw. 3:0. Gegen Stefan Roland aus Sachsen benötigte er lediglich einen Satzgewinn, um als Gruppenerster in die KO-Runde einzuziehen. Aber sein Gegner, der Horst-Dieter bereits aus mehreren überregionalen Vergleichen bestens kannte, ließ das nicht zu, so dass der Einzug in die Hauptrunde mit 2:1 Siegen als 2. der Gruppe geschafft war. Hier hatten Alois Heinrich (Saarland) und Manfred Gremmel (Westdeutschland) mit 1:3 und 0:3 gar keine Chance. Erst im Viertelfinale, wo die Entscheidung gegen Uwe Koop aus Schleswig-Holstein erst im 5. Satz fiel, wurde es eng. Im Halbfinale besiegte Horst-Dieter Coorssen Matthias Flickinger (Sachsen) wieder klar mit 3:0. Das Finale gegen Slavoljub Djordjevic vom Berliner Tischtennis-Verband, mehrfacher Norddeutscher Meister, war eine spannende Angelegenheit. Aber der Werderaner hatte das bessere Konzept und machte seinen Triumph mit einem 3:1 Sieg perfekt.

Im Doppel drang Coorssen mit seinem Partner Manfred Heimann aus Sachsen-Anhalt bis ins Halbfinale vor, um dann gegen die späteren Deutschen Meister, Krickl/Werner aus Baden mit 0:3 Sätzen auszuscheiden.

Noch einen 3. Platz erkämpfte sich Horst-Dieter Coorssen mit seiner Bremerhavener Mixed-Partnerin Karin Flemke. Im Spiel um den Einzug ins Endspiel mussten sie sich gegen Kerwat/Zeidler (Berlin) hauchdünn mit 10:12 im 5. Satz geschlagen geben.

 

Dietrich Milles hatte es in der AK 60 in seiner Gruppe mit dem späteren Vizemeister Slavoljub Djordjevic, Henning Burkert (Sachsen) und Peter Klockemeyer (Sachsen-Anhalt) zu tun. Der Start gegen Burkert gelang mit einem überzeugenden 3:0 Sieg. Gegen Djordjevic konnte er erst im 3. Satz das richtige Mittel finden, der dann aber ganz knapp mit 10:12 verloren ging. Im letzten Spiel musste er eine weitere 0:3 Niederlage einstecken.

Dafür hielt sich Dietrich im Doppel mit seinem Partner Klaus Peiffer vom Westdeutschen Verband gegen Langer/Weiglein aus Bayern in der 1. Runde mit einem 3:1 Sieg schadlos. Allerdings verlor man in der nächsten Runde mit 0:3 gegen den Späteren Sieger Krickl/Werner.

 

 

Peter Eilers musste ebenfalls dem Druck der Favoritenrolle standhalten. Nach einem 3. Platz im Jahre 2007, erkämpfte er sich 2008 den Titel des Deutschen Meisters, und 2009 wurde  der 2. Platz erreicht. Er begann seine Gruppenspiele in der AK 65 stark und gewann gegen Helmut Suchert (Württemberg-Hohenzollern) und Rene Theillout (Rheinland) jeweils mit 3:0 Sätzen, um sich dann aber gegen Helmut Lagger (Westdeutscher Verband) schwer zu tun. Er verlor das Spiel mit 2:3, zog aber mit 2:1 Siegen mit dem besseren Satzverhältnis als Sieger der Gruppe 1 direkt ins Achtelfinale ein. Gegen Peter Krenzer aus Rheinhessen, der vorher den amtierenden Weltmeister Wolfgang Schmidt (Sachsen) ausgeschaltet hatte, hatte Peter Eilers keine Mühe und gewann 3:0. Im Viertelfinale gegen seinen Doppelpartner aus Berlin, Zlatko Volk, wurde verbissen gekämpft und mit 3:2 Sätzen die Oberhand behalten. Das Halbfinale gegen Oswald Flore (Hessen) ging dann wieder klar mit 3:0 an den Bremer. Im Endspiel hieß der Gegner Reinhard Lahme aus Schleswig-Holstein, der bei den Norddeutschen Meisterschaften im Halbfinale knapp mit 3:2 Sätzen besiegt wurde. Diesmal drehte der sympathische Kieler den Spieß um und gewann das Finale mit 3:2 Sätzen, so dass Peter Eilers wieder wie im Vorjahr die Vizemeisterschaft vergönnt war.

Im Doppel mit Partner Volk traf man im Achtelfinale gleich auf das Süddeutsche Spitzenteam Siewert/Merk. Das Spiel wurde leider knapp mit 10:12 im fünften Satz verloren.

Erstmals in der 70er-Klasse spielte Jürgen Prothmann. In dieser Altersgruppe tummeln sich inzwischen ganz starke Gegner wie Horst Langer (Westdeutschland),

Dieter Lippelt (Niedersachsen), Gerhard Lenzer (Sachsen), Erich Goldau (Bayern), Siegfried Lemke (Brandenburg) und Uwe Wienprecht (Berlin). Diese Spieler vereinigen unzählige Welt- und Deutsche-Meister-Titel in den Seniorenklassen auf sich. Jürgen Prothmann, der im Jahr 2008 einen 3. Platz errungen hatte, begann seine Gruppenspiele mit einem hart umkämpften 3:2 Sieg gegen Josef Leckel aus der Pfalz. Es folgte ein 3:0 Sieg gegen Dieter Wüste (Baden). Das entscheidende Spiel um den Gruppensieg verlor er trotz einer 2:0 Satz- und 9:5- Führung mit 2:3 Sätzen, zog aber als Zweiter in die Hauptrunde ein.

Im Achtelfinale hieß der Gegner Horst Reinhardt (Westdeutschland), der mit 3:0 klar besiegt wurde. Im Viertelfinale bezwang Jürgen dann nach einer tollen Energieleistung Dieter Lippelt, den Deutschen Meister 2008, mit 3:2 Sätzen. Im Semifinale war kein geringerer als Horst Langer, der Titelverteidiger vom letzten Jahr, der Herausforderer. Nach gewonnenem 1. Satz und gutem Spiel musste sich Jürgen Prothmann mit 3:1 Sätzen geschlagen geben.

Im Doppel gelang ihm zusammen mit seinem Partner Siegfried Lemke der Sprung ins Finale durch beachtliche Siege gegen Bison/Dum (WTTV) und Lenzer/Viebig (Sachsen). Das Endspiel wurde gegen Langer/Lippelt mit 3:1 verloren.

 

Stefan Dörr-Kling, Dritter der Meisterschaften 2008, hatte bei den 40ern wahrlich kein Losglück. Hatte er doch keine geringeren Konkurrenten wie den Deutschen Meister 2007, Frank Kasiske (Berlin), sowie Ex-Bundesligaspieler Berthold Pilsl (Bayern) und Martin Fischer (Hessen) in seiner Gruppe. Tolle Spiele bekamen die Zuschauer zu sehen. Gegen Fischer konnte sich Stefan noch mit 3:2 durchsetzen, musste aber gegen Pilsl mit 2:3 und Kasiske mit 1:3 Niederlagen hinnehmen.

Im Doppel spielte Stefan mit Vereinskamerad Frank Mahler. Für beide kam jedoch in der 1. Runde das Aus gegen Buschmann/Haustein (Sachsen).

Im Gemischten Doppel konnte Stefan Dörr-Kling die erste Runde mit Regine Mohr aus Schleswig-Holstein gegen  Links/Ludwig (Pfalz) nicht überstehen.

 

Frank Mahler sorgte an diesem Wochenende für die Überraschung. Er setzte sich in seiner Gruppe mit 2:1 Siegen als Zweiter durch und zog damit in die Hauptrunde ein. Zunächst gewann er gegen Olaf Dathe aus Sachsen klar mit 3:1 Sätzen. Im zweiten Spiel gegen den starken Hamburger Detlef Gäßler gab es  zwar eine 0:3 Niederlage, aber im letzten Spiel gegen Thomas Drachsler aus Thüringen kämpfte er seinen Gegner mit 3:2 nieder.

Inder KO-Runde traf er auf den Westdeutschen Marco Vester, gegen den er letztendlich nach harter Gegenwehr mit 1:3 unterlag. Eine tolle Leistung von Frank.